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Bild und Bericht: Walter Hubbuch
Eine besondere Ehrung mit Ehrennadel und Urkunde für 40 Jahre Vereinstreue wurde sieben Mitgliedern des Sportvereins Kreenheinstetten-Leibertingen bei der Jahreshauptversammlung zuteil. Präsident Achim Kölzow gratulierte und dankte (v.l.) Isolde Schmid, Theresia Braun, Monika Dukart; nicht anwesend konnten weitere 40-jährige sein: Ignaz Danneker, Manfred Fritz, Edeltraud Knittel und Berthold Steidle. 13 Mitglieder wurden für 15 Jahre Mitgliedschaft geehrt.
Positives und negatives an einem Abend
Jahreshauptversammlung des Sportvereins Kreenheinstetten/Leibertingen zeigte riesiges Aktivitätenpensum auf; Kritik wurde offen geäußert zu der bisher ausgebliebenen Neuregelung der Vereinsförderung in der Gemeinde
Leibertingen-Kreenheinstetten (hu)
Viel Training, viele Spiele, viele Termine für alle aktiven Mitglieder des Sportvereins Kreenheinstetten/Leibertingen brachte das Vereinsjahr 2011 mit sich. Bei der Jahreshauptversammlung im Sportheim wurde von den Rossortverantwortlichen Einblick in ein riesiges Jahresprogramm gegeben. Über das eigentliche klassische Sportgeschäft „Fußball“ hinaus waren viele Zusatzeinsätze notwendig. Präsident Achim Kölzow erinnerte im Jahresbericht stellvertretend für Schriftführer Matthias Biselli in einer langen Liste vom Aktivitätenpensum, u.a.: Dreikönigswanderung, Frühlingsfest. Familiensporttag, Bayrisches Wochenende, Indoor-Masters, Fahrten zu Bundesligaspielen (Frankfurt – St, Pauli, Köln – Hertha BSC), Bewirtung des Vereinsheims, Jugendbiwak, Public-Viewing, Mitarbeit bei den „Schwäbischen Highlandgames“, Wildensteiner Jahrmarkt, kultureller Höhepunkt Weihnachtsfeier ... .
Das eine kostet immens Geld, das andere bringt wieder solches herein; so verstand Kassierer Frank Weidle seinen Bericht, den er mit mahnenden Worten ergänzte: „es reicht nicht, was gelaufen ist“. Aus der Vereinskasse mussten für den gesamten Betrieb runde 1000 Euro zugeschossen werden. Ortsvorsteher und Vorsitzendr der Festgemeinschaft „Schwäbische Highlandgames“ Guido Amann konnte trösten, denn es seien wieder aus dem gemeinschaftlichen Gewinntopf Erlöse gutzuschreiben.
Zum sportlichen Zweckbetrieb informierten die Verantwortlichen des Jugendorganisationsteams Jugendleiter Martin Utz und Walter Knittel. Dabei war die Rede von insgesamt 70 Spieler/Innen in 6, bzw. 12 Mannschaften, die von 15 Trainern geführt werden. Utz: „die Jugendabteilung ist gut aufgestellt“. Die besondere Form der Jugendführung im „JOT“ habe sich seit 12 Jahren bestens bewährt, Utz dankte den Erfindern Gerhard Halder, Kurt Hafner, Hubert Fecht und Michael Schmieder. Dank galt den vielen Leuten, die für sich für die Aktionen der Jugend einsetzten. Die Berichte der beiden Trainer, 1. Mannschaft Peter Barthel und Damen Tobias Volk mit jeweils 20 Aktiven fielen positiv aus. Ein besonderer Dank wurde mehrfach dem Platzwart Georg Öxle für seine hervorragende Vorbereitung der Sportstätte ausgesprochen.
Kritisches war hingegen von Präsident Kölzow zu hören, der erneut bemängelte, dass zu viel Arbeit auf zu wenig Schultern laste. Er erklärt diese Lage u.a. mit dem demographischen Wandel und Vereinsmüdigkeit. Die Umstrukturierung der Vereinsverwaltung vor zwei Jahren habe seinen Worte zufolge, leider nicht ganz hingehauen und man müsse weiter daran arbeiten. Ein besonders kritischer Punkt wurde aus der Versammlung heraus wieder ausgegraben: die Vereinsförderung in der Gemeinde Leibertingen. Es wurde einerseits festgestellt, dass man vor zwei Jahren einen Antrag an die Gemeinde Leibertingen gestellt hätte, die Vereinsförderung neu zu organisieren, andererseits aber nichts geschehen sei. Dies führte zu offener Kritik der anwesenden Mitglieder. Zwar wisse man, dass vierzig Vereine in der Gesamtgemeinde um direkte und indirekte Förderung anstehen, doch müssten wesentliche Unterschiede eingeräumt werden für Vereine mit notwendigerweise eigenen Sportanlagen finanziell sehr hoch belasten. OV Amann nannte das Thema ein schwieriges Geschäft, doch „dieser Herausforderung wird sich der Leibertinger Gemeinderat und Bürgermeister stellen müssen, das Thema muss einmal angepackt werden. Der ebenfalls anwesende Gemeinderat Uli Schmid wird zusammen mit Amann eine erneute Behandlung des Themas im Gemeinderat einfordern und zwar nachhaltig, wie sie wissen ließen.
